Handgemachte Ornamentfliese aus Zement

Die handgefertigte Ornament-Zementfliese ist ein althergebrachtes Produkt, welches ob seiner Charakteristik Begeisterung hervorruft. Der Prozeß der Herstellung ist zwischen kunsthandwerklich und industriell anzusiedeln und verleiht den Werkstücken ihre Einzigartigkeit. Zementfliesen sind heutzutage noch zu finden in Markthallen, Kirchen, Museen, Palästen, Privathäusern, etc.. Häufig werden sie verlegt in Badezimmern, Küchen und Terrassen von Apartments und Stadthäusern, mitunter auch als “Teppichmuster”.

Die Ornamentfliese aus Zement wurde Mitte 1850 in Südfrankreich entwickelt, war in den Nachbarländern und dem gesamten Mittelmeerraum sehr verbreitet und im viktorianischen England sowie in Rußland , ob ihrer Widerstandsfähigkeit und der dekorativen Qualität, sehr beliebt. Sie wurde schnell in ganz Europa populär, sowie den damaligen Kolonien und Südamerika, war allerdings bis zu Beginn der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts ein Produkt, welches eher der Klientel der “gehobeneren Gesellschaft” vorbehalten war.
Die Zementfliese verschwand fast vollständig mit der beginnenden Industrialisierung der 60er Jahre und wurde erst jetzt, durch die zeitgenössische Architekt wiederentdeckt.

Lediglich ab Beginn des 20. Jahrhunderts, wurde die Zementfliese auch in Portugal hergestellt und nachträglich in zahlreiche alte Häuser eingefügt. Noch heute finden sich Zementfliesen in den Küchen und Badezimmern vieler Gebäude und bei Renovierungen versuchen die neuen Hausbesitzer diese Fliesen zu bewahren bzw. zu restaurieren.

Damals wie heute werden die Ornamentfliesen aus Zement per Handarbeit Stück für Stück nach Abläufen der originalen Herstellungsprozesse produziert.

Tatsächlich ist es nicht möglich eine Zementfliese mit kunsthandwerklicher Farbgestaltung industriell herzustellen:die Farben, die matte Oberfläche und die weiche Textur sind unvergleichlich. Es sind Werkstücke mit der persönlichen Note des Handwerkers, weshalb es keine zwei identischen Zementfliesen gibt. Ein Produkt auf halbem Wege zwischen Kunsthandwerk und Industrie, aber mit der Fähigkeit den Betrachter zu erfreuen.
Die Zementfliese ist Handarbeit und hat somit ihre eigene Charakteristik.

Zusätzlich zu ihrem Material, wird die historische Zementfliese durch ihre Ausdrucksstärke und Urbanität sehr interessant.

Die Ornamentfliesen aus Zement sind gegenwärtig in Markthallen, Kirchen, Krankenhäusern, in Museen, Palästen und Häusern. Sie werden häufig verlegt in Wohnzimmern von Apartments und Stadthäusern, in Räumen, Badezimmern, Küchen, auf Terrassen und manchmal in Form von Teppichen.
In der Tat ein Fußboden, welcher ein Geschichte erzählt.

Der Herstellungsprozeß beginnt mit der Umsetzung eines Musters in eine Schablone aus Kupfer, Eisen, Zinn oder Stahl, dessen Funktion es ist, die Segmente verschiedener Farben innerhalb der Form der Fliese voneinander abzusetzen. Die Schablone wird geformt, verschweißt und installiert in einer Kastenform aus Metall.

In Bottichen aus Metall wird eine Masse aus Zement, Sand, Marmormehl, Wasser, sowie Metalloxiden als Farbpigmente, angerührt. Jeder Bottich hält eine unterschiedliche Farbe bereit.

Diese vorbereiteten Ansätze, werden gleichzeitig in die, dem gewünschten Muster entsprechenden, Segmente der Musterform eingefüllt, welche so justiert ist, daß ein Vermischen der Farben vermieden wird. Die Schablone wird anschließend vorsichtig aus der Kastenform entnommen.

Das Geheimnis des Produktes liegt in der Dichte jedes einzelne Pigmentansatzes. Es gibt Fälle, in denen das gewünschte Muster bedingt, daß der Pigmentansatz tropfenweise in der Schablone verteilt werden muß.

Diese eingefüllte Schicht, bildet die oberste der späteren Oberfläche der Fliese und wird mit einer Mischung aus trockenem Zementpulver und Sand bestreut, welche ihr eine bessere Festigkeit verleiht. Als Nächstes wird eine Schicht aus einer Mischung von Zement, Sand und Wasser eingefüllt, welche die Basis der Zementfliese bilden wird.

In diesem Stadium wird die Fliese nun einmal maschinell gepreßt, wobei überschüssige Flüssigkeit der Farbpigmentschicht in die Schicht der Zementbasis übergeht. Nach der Pressung wird die Fliese vorsichtig aus der Kastenform entnommen und per Hand überprüft.

Nachfolgend wird die Fliese für die Dauer von 8 Stunden in ein Wasserbad getaucht, wobei der Zement “reift”, bzw. die hydraulischen Bindemittel in einer chemischen Reaktion aushärten und der Fliese zu Festigkeit verhelfen. Die Bezeichnung dieses Vorgangs, verleiht der Fliese den Namen Mosaíco hidráulico.

Die letzte Phase des Herstellungsprozesses ist die Trocknung der Zementfliese. Nach der Entnahme aus dem Wasserbad, werden die Fliesen an einem trockenen Ort für für 1 Monat gelagert, um die vollständige Aushärtung des Materials zu gewährleisten. Schließlich sind die Zementfliesen gebrauchsfertig.

Widerstandsfähigkeit gegen Abnutzung: Die Härte des Zementes und die Dicke der pigmentierten Farbschicht (3-4mm) machen die Zementfliese gegenüber einer Abnutzung sehr widerstandsfähig, weshalb sie sowohl technisch, als auch dekorativ auf Dauer keinen Schaden nimmt. Kenner sagen, daß die Zementfliese im Laufe ihres Lebens immer schöner wird, nicht zuletzt dadurch, weil das Farbmuster nicht aufgedruckt ist.
Plastizität: Durch die fugenlose Verlegung der Zementfliesen, können minimale Veränderungen der eigenen Zementstruktur (hervorgerufen durch klimatische Veränderungen oder Ausdehnungen) ausgeglichen werden. Es ist diese Minimalfuge, welche aus Zementmusterfliesen wahre “Teppiche” werden läßt.
Vielfalt: Die Zementfliesen erlauben unterschiedliche Typen von Oberflächen (natürlich, matt, glänzend, etc.), verschiedene Designs (klassisch, zeitgenössisch, Blumenmuster, geometrische Muster, etc.) und die Kombination mit unterschiedlichen Materialien (Holz, geschliffenem Zement, Marmor, etc.).
Vielseitigkeit: In Kombination mit anderen Materialien für Fußböden wie Holz, Terrakotta oder Stein, bietet die Zementfliese unzählige individuelle Möglichkeiten.

Die historische Zementfliese

Mediterrane Zementfliesen auf Bestellung:

  • Wir haben unzählige Muster in unserem Katalog, klassisch und zeitgenössisch
  • Eine Palette an verschiedenen Farben
  • Herstellung von Mustern nach Kundenwunsch
  • Formate: 10x10cm, 14x28cm, 20x20cm, 25x25cm, 30x30cm, und Fußleisten
  • Gesicherte Qualität, aufgrund des traditionell kunsthandwerklichen Herstellungsprozesses
  • Auslieferungszeit: 6-8 Wochen
  • Wettbewerbsfähige Preise
  • Einfarbige Fliesen: komplette Farbpalette in allen Formaten
  • Fliesen mit Dekor: alle Farben mit den Dekoren kombinierbar
  • Herstellung bestimmter Farben für spezielle Projekte (z.B.: Restaurierungen)

Die traditionellen Farben bieten, da über lange Zeit eingehend getestet, die maximale Stabilität und Dauerhaftigkeit.

Der von uns empfohlene Vorgang des Verlegens der Zementfliesen ist einfach, sauber und schnell, wobei wir gleichzeitig empfehlen diese Arbeit von professionell geschultem Personal ausführen zu lassen.

1 Vorbereitung der Oberfläche des Bodens

Erstellen Sie eine perfekt waagerechte Oberfläche eines Estrichs aus Beton oder Nivelliermasse und belassen die Höhe 20mm unterhalb des finalen Bodenniveaus (16mm Fliesendicke + 4mm Fliesenkleber).
Warten Sie bis zur vollständigen Trocknung des Estrichs vor der Verlegung der Zementfliesen, da andernfalls die aufsteigende Restfeuchte in den Fliesen Flecken von Salpeterausblühungen verursachen kann.
Falls Ihr gewünschtes Fliesenmuster ein “Teppich” in traditionellem Stil sein soll, verlegen Sie zuerst die Mitte, danach die Bordüre und anschließend nach außen alle Fliesen ohne Muster im Zuschnitt bis zum Wandabschluß.

2 Vorbereitung der Zementfliesen

Feuchten Sie die gesäuberte Unterseite der Zementfliese an, um die Verbindung mit dem Fliesenkleber zu verbessern. Säubern Sie ebenfalls alle Seitenkanten der Fliesen, um eine paßgenaue, schmale Fuge zu gewährleisten. Falls Sie die Zementfliesen zuschneiden müssen, verwenden Sie bitte einen Winkelschleifer mit Diamantscheibe.

3 Auftragen des Fliesenklebers

Tragen Sie den Fliesenkleber mit einem großen Zahnspachtel gleichmäßig auf den Estrich auf. Versehen Sie ebenfalls die angefeuchtete Unterseite der Zementfliese mit einem Auftrag des Klebers (Doppel-Klebeschicht).

4 Das Verlegen

Verlegen Sie die Fliesen einzeln nacheinander und nivellieren diese vorsichtig, indem Sie lediglich mit der Handfläche sanften Druck ausüben. Das energische Festklopfen mit einem Gummihammer wird nach und nach feine Risse in der Fliese hervorrufen.

Verlegen Sie die Fliesen wie folgt:

– Ohne Fuge zwischen den Fliesen (Trockenfuge oder Minimalfuge, Spielraum zwischen 2 Fliesen  + – 1mm)

– Achten Sie auf gerade Ausrichtung in den Reihen (Orientierung am Muster)

– Nivellieren Sie die Fliesen sehr genau. (Sie können die Fliesen später nicht zur Höhenkorrektur abschleifen. Herstellungstoleranzen in der Dicke der Fliesen von + – 1mm, korrigieren sich durch den Andruck in der Schichtdicke des Klebers.)

Wir raten nachdrücklich von einer direkten Verlegung der Fliesen in den frischen Estrich ab!

Das Ergebnis auf lange Sicht wären schief liegende Fliesen ohne Verbindung zum Fliesenkleber an Stellen mit Hohlräumen.

5 Fugen

Die sehr feinen Fugen zwischen den Zementfliesen, füllen Sie mithilfe eines Spachtels und Fugenmasse. Bei Böden mit einfarbigen Zementfliesen, können Sie die Fugenmasse mit dafür adäquaten Pigmenten einfärben, um die Fugen farblich an den Fliesenton anzugleichen.

Für das Verfugen zwischen Musterfliesen, verwenden Sie bitte keine pigmentierte Fugenmasse. Überschüssige Fugenmasse ist schnellstmöglich mit einem feuchten Lappen von den Fliesen zu entfernen.

6 Reinigung während des Verlegens / Verfugens

Entfernen Sie Zementreste bzw. Reste des Fliesenklebers oder der Fugenmasse immer sofort mit einem feuchten Tuch, um das Antrocknen an der Fliese zu verhindern.

Angetrocknete Zementrückstände können mit 600er Sandpapier vorsichtig abgeschliffen werden.

7 Trocknung

Lassen Sie die fertigen Fußböden gut durchtrocknen.
Betreten Sie die Böden nicht, bevor der Fliesenkleber vollständig durchgetrocknet ist.
Die Trocknung des Bodens dauert einige Tage, abhängig von den klimatischen Bedingungen des Umfeldes.
Nach der Trocknung, erlangen die Fliesen ihre Originalfarbe zurück.

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